Hannover – Stelingen – Kananohe – Heideschlösschen – Kiebitzkrug – Kaltenweide – Altenhorst – Twenge – Hainhaus – Langenhagen – Hannover
Rücksturz in die Norddeutsche Realität: „
Neuer Graben → Flußgraben → Wietze“ statt „
Stockacher Bach →
Zirmbach →
Melach“.
An diesem Tag war es zwar genauso sonnig wie bei der Alpentour, dafür lag die Temperatur aber im angenehmen Bereich. Wegen der Begleitung eines Gottesdienstes an der Orgel am Vormittag wurde erst nach dem Mittag gestartet, was die Dauer der Tour begrenzte. Daher wurde auch auf eine An- oder Abreise mit der Bahn verzichtet, was die Routenwahl stark einschränkte. Die Wahl fiel auf eine Flachtour in die Norddeutsche Tiefebene. Kleinräumig betrachtet verläuft die Grenze zwischen Mitteleuropäischer Mittelgebirgsschwelle und Norddeutscher Tiefebene mehr oder weniger, aber immer südlich des Mittellandkanals. Großräumig betrachtet liegt zwischen Mittellandkanal und Nordseeküste nur noch plattes Land abgesehen von ein paar eiszeitlichen Bodenwellen wie etwa dem Stelinger Berg. Topografische Hindernisse bot die gewählte Route somit nicht. Dafür lag mal wieder der Flughafen Hannover-Langenhagen im Weg, der für Fahrradfahrer und Fußgänger vor Ort ein Fluchhafen ist, weil dessen enorme Ausmaße abhängig von der gewählten Route mehr oder weniger lange Umwege erzwingen. Dazu kommt der hauptsächlich durch startende und landende Düsenflugzeuge verursachte Fluglärm. Das vegetationsarme Flughafengelände selbst mit dem umgebenden Sperrzaun, der oben mit Bandstacheldraht abgschlossen ist, vermittelt eher den Charme eines Lagers für Gefangene oder unerwünschte Personen als den Charme einer weltoffenen Luftverkehrsanlage. Nördlich des Flughafens führte die Fahrt mitten ins norddeutsche Nichts. Südlich von Kiebitzkrug führte die Route an einer Autobahnauf- und abfahrt vorbei. Diese bot einen harten Kontrast zu einer
Autobahnauf- und abfahrt in Österreich, wobei hier nicht die umgebenden Landschaften gemeint sind.