Fahrradtouren: Harz, 3. Etappe, gefahren am 30.09.2026
Der Sackpfeyffer zu Linden
Profil
Berg, leicht
Route
Wernigerode (241) – Darlingerode (265) – Drübeck (261) – Ilsenburg (252) – Bad Harzburg (248) – Bündheim (224) – Schlewecke (220) – Harlingerode (212) – Oker (211) – Goslar (260)
Länge
42,8 km (davon 5,8 km in Hannover)
Fahrzeit
3 h 43 min
Reisezeit
5 h 55 min
Schnitt
11,5 km/h
Spitze
34,2 km/h
Höhenmeter
359 m
max. Höhe
357 m ü.NHN
Beschreibung
Nach der Fahrt auf den Brocken am Vortag war diese Etappe ohne dediziertes Bergziel oder besonders viele Höhenmeter bergauf geplant worden. Als Kontrast zur 1. Etappe, die am südlichen Harzrand begonnen hatte, sollte diese letzte Etappe am nördlichen Harzrand enden. Die Wahl fiel auf eine Fahrt auf dem „Europaradweg R1“ (kurz: „R1“). Diese Route enthielt längere bis dato nicht gefahrene Abschnitte. Über Nacht hatte der Saharastaubgehalt in der Atmosphäre abgenommen. Die dadurch induzierte Wolkenbildung fiel deutlich geringer aus als am Vortag, und diese Wolken lagen der Sonneneinstrahlung kaum im Weg. In Wernigerode wurde auf den R1 aufgefahren. Von Wernigerode bis Ilsenburg verlief die Fahrt außerhalb der Ortschaften durch offenes Gelände. In Ilsenburg lag ein kurzes baustellenbedingtes Schiebestück. Eine allgemeine Umleitung war zwar ausgeschildert, aber für Fahrradfahrer war nicht ersichtlich, ob diese Umleitung auch wieder auf den R1 führen würde. Daher wurde durch die Baustelle geschoben, da eine Fahrt dadurch nicht möglich war.
Am Westrand von Ilsenburg wird der R1 bis Bad Harzburg auf dem „Ilsenburger Stieg“ geführt, der eine Schotterpiste ist, die nicht so recht zu einem europäischen Fernradweg passt. Das Höhenprofil dieser Schotterpiste enthält einige kurze steile Rampen. Auf dem teilweise recht losen Schotter kann eine Fahrt in diesen Bereichen sowohl bergwärts als auch talwärts insbesondere mit reichlich Gepäck am Fahrrad gefährlich werden. Bei Nässe ist die Passierbarkeit dieser Schotterpiste fraglich. Für Rennräder ist dieser Schotterpiste nicht geeignet. Eine Umfahrung der Schotterpiste ist auf einer nördlicheren Route über Stapelburg, die 2,3 km länger ist und 48 Höhenmeter bergauf weniger bietet, möglich. Eine entsprechende Beschilderung für Fahrradfahrer ähnlich etwa der am Eisacktal-Radweg bei Vahrn fand sich in Ilsenburg nicht. Während die Schotterpiste für den Kraftverkehr gesperrt ist, verläuft deren Umfahrung komplett auf oder direkt an mit Kraftverkehr belasteten Straßen.
Auf dem Reiserad fiel die Wahl auf die Schotterpiste. Dies ersparte nicht nur Abgase, Feinstaub und Lärm vom Kraftverkehr, sondern auch die ziemlich ungestört strahlende Mittagssonne, da der „Ilsenburger Stieg“ im Wald verläuft. Mit der Ecker wurde die Zonengrenze überquert. Diese ist im Bereich der Brücke, mit der der „Ilsenburger Stieg“ die Ecker überquert, recht unauffällig. Lediglich ein Grenzstein in schwarz-rot-gelber Farbgebung, der an der Ostseite der Brücke steht, weist auf die Zonengrenze hin. Wenig später wurde mitten im Wald das sehr unauffällige „Dach der Etappe“ erreicht. Dort findet sich kein Hinweis darauf, dass dort der höchste Punkt des „Ilsenburger Stieg“ liegt. In Bad Harzburg wurde wieder Asphalt erreicht und dort wurde der R1 verlassen, denn eine Weiterfahrt auf dem R1 hätte eine Weiterfahrt auf Schotterpisten durch Wald bedeutet. Zudem ist die Führung des R1 in Bad Harzburg laut Karte recht umständlich gestaltet. Stattdessen wurde einer anderen Radwegweisung bis Oker gefolgt. Im Bahnhof Bad Harzburg wäre ohne Wartezeit der Umstieg in einen Regionalexpress nach Hannover möglich gewesen, aber dafür war das Wetter zu schön und die angekündigte Wetterverschlechterung für die kommenden Stunden auch noch nicht absehbar. Die gewählte Route führte außerhalb der Ortschaften durch offenes Gelände. Dadurch ergab sich ein letzter Blick zum Brocken. Vom ersten Brockenblick der 1. Etappe bis zu diesem letzten Brockenblick wurde der Brocken im Rahmen dieser Tour um ca. 192° östlich umrundet. In Oker wurde wieder auf den R1 aufgefahren. Auf dem letzten Sattelpunkt der Tour fiel die Entscheidung für ein Einzelzeitfahren gegen die Bahnhofsuhr in Goslar, weshalb es aufgrund der etwas knappen Zeit vom Tourende keine Fotos gibt.