Sopranrauschpfeife
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  Rauschpfeife Der Sackpfeyffer zu Linden
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Die Rauschpfeife ("Rauschpfeyffe" ist eine sehr alte Schreibweise) ist ein Holzblasinstrument mit einer konischen Röhre ohne Schallbecher am unteren Ende und einem Doppelrohrblatt, welches sich in einer Windkapsel befindet. Sie hat 8 Grifflöcher mittlerer Größe, wobei das achte Loch mit dem linken Daumen bedient wird. Gabelgriffe sind sinnvoll einsetzbar. Klappen kommen nicht vor. Der Tonumfang beträgt etwa eine Duodezime, wobei einmal in die Oktave überblasen wird. Rauschpfeifen werden in den Größen Sopranino (tiefster Ton f1), Sopran (tiefster Ton c1), Alt (tiefster Ton f0), und Tenor (tiefster Ton c0) gebaut. Das Instrument hat einen für europäische Verhältnisse recht großen Ziehbereich¹. Rauschpfeifen sind typische Renaissanceinstrumente und wurden aus der mittelalterlichen Schalmei entwickelt. Die einfach konstruierte Röhre ohne Schallbecher wurde dabei beibehalten. Im Vergleich zu Renaissanceschalmeien in jeweils gleicher Tonlage weist der Konus eine größere Steigungsprogression auf, was eine etwas kürzere Bauform und einen lauteren Klang bedingt.

¹Ziehen: Durch Ändern des Blasdrucks wird die Tonhöhe des gegriffenen Tons verändert.

Die oben abgebildete Sopranrauschpfeife hat einen Tonumfang von c1d1-g2 und ist auf a1 = 440 Hz eingestimmt. Im Vergleich mit der Renaissanceschalmei in Sopranlage fällt neben der größeren Lautstärke vor allem der stark changierende Klang der Rauschpfeife auf. In der tiefsten Lage hat der Klang eine deutlich nasale Klangfarbe. In der mittleren Lage ist der Klang der Renaissanceschalmei ähnlich. Im überblasenden Bereich hat die Rauschpfeife wieder einen ganz eigenen Klang, der unter Umständen sogar dem Instrument seinen Namen eingetragen haben könnte.



Schalmei
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Zurna
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© Sönke Kraft, Hannover 2001
letzte Aktualisierung: 10.08.2005