Schäferpfeife Marktsackpfeife Great Highland Bagpipe Hümmelchen
Schäferpfeife Marktsackpfeife Great Highland
Bagpipe
Hümmelchen
Sackpfeife Der Sackpfeyffer zu Linden
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Schäferpfeife
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Schäferpfeife

Die hier abgebildete, mundgeblasene Sackpfeife (= Dudelsack; "Sackpfeyffe" ist eine sehr alte Schreibweise) hat eine Spielpfeife mit konischer Bohrung und Doppelrohrblatt und einen Bordun mit zylindrischer Bohrung und Einfachrohrblatt. Diese Sackpfeife klingt trotz ihrer geringen Größe recht laut. Sie entspricht in Physik und Klang einer Schäferpfeife, ist jedoch im Gegensatz zu den meisten Schäferpfeifen äußerlich schlicht gehalten. Damit kommt sie einer mittelalterlichen Sackpfeife sehr nahe. Die Spielpfeife hat einen Tonumfang von c2d2-eb3 und ist auf a1 = 440 Hz eingestimmt. Der Bordun klingt auf dem Ton d0 und kann bei Bedarf auf den Ton c0 umgestimmt werden. Dieses Instrument eignet sich auch sehr gut für "schräge" Musik. Durch mehr oder weniger starkes Erhöhen des Blasdrucks lassen sich einige Töne im Überblasbereich (g3, a3 und h3 sogar einigermaßen stabil), diverse Quietschtöne und einige absichtlich unsauber klingende Töne erzeugen. In diesem Instrument kommen Kunststoffrohrblätter zum Einsatz. Anders als bei direkt angeblasenen Rohrblattinstrumenten wirkt sich das bei Sackpfeifen normalerweise nicht negativ auf den Klang aus. Die "Warmblaszeit" wird durch die Kunststoffrohrblätter angenehm verkürzt. Kunststoffrohrblätter in Sackpfeifen sind oft Anlass für "Glaubenskriege" ;-)  Bitte keine unsachlichen Mails zu diesem Thema an mich!

Zwei Klangbeispiele (ein antikes Stück und ein modernes Stück) stehen zum Download bereit: 
Antike ("Hymne an die Muse", Mesomedes von Kreta, ~130): kleine_Sackpfeife_Antike.ogg Moderne ("Improvisation", eigenes Werk): kleine_Sackpfeife_modern.ogg 

Marktsackpfeife
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Marktsackpfeife

Die hier abgebildete, mundgeblasene Sackpfeife hat eine Spielpfeife mit konischer Bohrung und Doppelrohrblatt und zwei Bordune mit zylindrischen Bohrungen und Einfachrohrblättern. Sie ist ein echter "Bastard". Die Spielpfeife und der Windsack gehören zu einer lauten "Mittelaltersackpfeife" (Marktsackpfeife). Bordune, Stöcke und Anblaspfeife stammen von einer Great Highland Bagpipe. Diese Sackpfeife klingt sehr laut. Die Spielpfeife hat einen Tonumfang von g1a1h1-a2 und ist auf a1 = 440 Hz eingestimmt. Der große Bordun klingt auf dem Ton A, der kleine Bordun auf dem Ton e0. Um dies zu erreichen, habe ich den kleinen Bordun, der ursprünglich auf dem Ton a0 klang, modifiziert.
Beschreibung der Modifikation.

Ein Klangbeispiel steht zum Download bereit ("Stella splendens", Llibre Vermell, 14. Jhd.): grosse_Sackpfeife_auth.ogg

Aufgrund der Konstruktion der Spielpfeife sind die mit Gabelgriff gespielten Töne c#1 und eb1 nur bedingt brauchbar. Daher werden auf diesem Instrument meist nur die Modi dorisch a, äolisch a, hypomixolydisch d und hypodorisch d verwendet. Die beiden Modi auf d erhalten eine ganz eigene Klangfarbe, wenn neben dem großen Bordun auf A auch der kleine Bordun auf e0 mitklingt :-)

Auch hierfür steht ein Klangbeispiel zum Download bereit ("Ungaresca", Jacob Paix, Tabulaturbuch 1589): grosse_Sackpfeife_plag.ogg

Bei Bedarf kann der modifizierte kleinen Bordun durch den zweiten vorhandenen kleinen Bordun ausgetauscht werden, der dann auf dem Ton a0 klingt. Wenn dann auch noch die Spielpfeife durch einen Highland Pipe Chanter ersetzt wird, entsteht ein Instrument, welches klanglich dem direkten Vorläufer der Great Highland Bagpipe entspricht. In diesem Instrument kommen Kunststoffrohrblätter zum Einsatz. Auch auf diesem Instrument lassen sich diverse Quietschtöne und einige absichtlich unsauber klingende Töne erzeugen.

Great Highland Bagpipe
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Ton   Bezeichnung
auf der GHB
g1low G
a1low A
b1B flat
h1B
c2C natural
c#2C
d2D
d#2D sharp
e2E
f2F natural
f#2F
g2high G
g#2high G sharp
a2high A
 

Great Highland Bagpipe

Die hier abgebildete, mundgeblasene Sackpfeife, die "Great Highland Bagpipe" (Piob mhor, Cornemuse écossaise, Biniou braz) hat eine Spielpfeife mit konischer Bohrung und Doppelrohrblatt und drei Bordune mit zylindrischen Bohrungen und Einfachrohrblättern. Die Spielpfeife (Chanter) hat einen Tonumfang von g1a1-a2. Die absolute Stimmung liegt ca. +120 Cent über dem Kammerton, also ca. bei a1 = 472 Hz. Der große Bordun (bass drone) klingt auf dem Ton A, die beiden kleinen Bordune (tenor drones) auf dem Ton a0. Diese Bordunkonfiguration ist eines der markantesten und eigenartigsten Merkmale dieses Sackpfeifentyps, denn normalerweise haben Sackpfeifen für jeden Bordunton auch nur einen Bordun. Zu dieser Sackpfeife gehört eine Austauschspielpfeife, die den gleichen Tonumfang wie die zuerst erwähnte Spielfpeife hat. Diese Austauschspielpfeife liegt jedoch nur einen Halbton, also ca. +100 Cent über dem Kammerton, also ca. bei a1 = 466 Hz. Dies entspricht bei gleichschwebend temperierter Normalstimmung dem Ton b1. Bei beiden Spielpfeifen sind die (notierten) Töne b1, d#2 und g#2 nur bedingt brauchbar. Dies liegt jedoch weniger an den Tönen selbst als vielmehr daran, dass sie besonders scharfe Dissonanzen (kleine Sekunde, Tritonus, große Septime; jeweils plus eine Oktave) mit den Tönen der beiden "tenor drones" bilden, was sich mit dem Klangcharakter dieses extrem lauten Sackpfeifentyps nicht so gut verträgt. Bei dem hier abgebildeten Instrument kommen nur in den Bordunen Kunststoffrohrblätter zum Einsatz. Die Spielpfeife ist mit einem "Naturrohrblatt" (Rohrblatt aus dem Schilfrohr "Arundo donax") ausgestattet. Der Windsack ist aus Rindsleder gefertigt, die Bordune aus Grenadill (blackwood), beide Spielpfeifen aus einem Spezialkunststoff (polypenco®), die weißen Verzierungsteile aus Kunstelfenbein (synthetischer Elfenbeinersatz, imitation ivory, art ivory) und die Stimmzüge der Bordune sind mit Nickel beschlagen.

Im Laufe der Zeit ist die absolute Stimmung der Great Highland Bagpipe (GHB) immer höher geworden, was sich auch daran erkennen lässt, dass die Musik für dieses Instrument traditionell immer noch in a notiert wird. Insbesondere im Bereich der militärisch beeinflussten Musik werden auf der GHB nur neun Töne verwendet, die eine mixolydische Skala bezogen auf die Borduntöne als Grundton ergeben, und es gibt nach wie vor viele Musiker, die meinen, dass dies ein Teil der Tradition der GHB sei und daher auf diesem Instrument auch keine anderen Töne zu spielen seien. Für diese neun Töne gibt es spezielle Bezeichnungen, die entsprechend mittlerweile auch für die zusätzlichen Töne eingeführt wurden. Sie können der nebenstehenden Tabelle entnommen werden. Die zusätzlichen Töne sind grau unterlegt. Die Beschränkung auf diese neun Töne schlägt sich auch in der Notation der "traditionellen" Literatur nieder. Da diese Stücke immer mit zwei Kreuzen zu notieren wären, lässt man diese Vorzeichen meist einfach weg. Wehe dem, der solche Noten in die Hand bekommt und von dieser Unsitte nichts weiß. Im Bereich der militärisch beeinflussten Musik (Pipes & Drums, Pipeband) mag die Beschränkung auf diese neun Töne in gewisser Weise sinnvoll sein, da die zusätzlichen Töne nicht mit jeder Spielpfeifen-Rohrblatt-Kombination brauchbar hevorgebracht werden können und diese Töne nicht immer 100%-ig stabil sind. In den meisten anderen Fällen ist die Beschränkung auf diese neun Töne nicht sinnvoll! Unter anderem in der bretonischen Musik werden gezielt GHBs eingesetzt, auf denen zumindest die kleine Terz (C natural) und die kleine Sexte (F natural) als zusätzliche Töne spielbar sind. Der einzige Nachteil, so man es denn überhaupt als Nachteil empfindet, dieser mehr oder weniger chromatisch spielbaren Spielpfeifen besteht darin, dass einige der "traditionellen" Verzierungen (Grace Notes) nicht spielbar sind. Dafür ergeben sich natürlich andere Verzierungsmöglichkeiten. Um alle Möglichkeiten der GHB nutzen zu können, empfiehlt es sich, für das Instrument zwei Spielpfeifen zur Verfügung zu haben. Eine ist für die neun Töne optimal eingestellt, ist also für die Pipeband und die "traditionelle" Literatur bestimmt. Die Andere ist für das chromatische Spiel optimal eingestellt und erlaubt somit auch das Spiel in Tonarten/Modi mit anderer Vorzeichenzahl.

Hümmelchen
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Klappen an der Spielpfeife:
vom Spieler aus betrachtet
hoch-E-Klappe links,
hoch-F-Klappe rechts

Hümmelchen, Spielpfeifenklappen
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Stimmlöcher in den Bordunen:
kleiner Bordun oben,
großer Bordun unten

Hümmelchen, Bordunstimmlöcher
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Hümmelchen

Diese mundgeblasene Sackpfeife hat eine Spielpfeife mit zylindrischer Bohrung und Doppelrohrblatt und zwei Bordune mit zylindrischen Bohrungen und Doppelrohrblättern. Die Spielpfeife hat einen Tonumfang von c1d1e1-g2 und ist auf a1 = 440 Hz eingestimmt. Dieser große Tonumfang wird durch den Anbau von zwei Klappen ermöglicht. Diese Klappen sind eine Entwicklung der heutigen Zeit. Anders als beim modernen Krummhorn sind die Klappen konstruktionsbedingt seitlich, vom Spieler aus betrachtet hoch-E-Klappe links, hoch-F-Klappe rechts, angebracht, was eine etwas eigenartige Handhabung bedingt. Der Gebrauch der hoch-E-Klappe entspricht in etwa dem Gebrauch der gis-Klappe beim Saxophon, der Gebrauch der hoch-F-Klappe dem der Ta-Klappe beim Saxophon. Ohne Klappengriffe reicht der Tonumfang der Spielpfeife bis zum Ton eb2. Die Töne e2, f2 und f#2 werden mit den Klappen realisiert. Der Ton g2 wird durch Überblasen des Tons c1 erreicht, in dem zu dem Griff für diesen Ton zusätzlich die hoch-E-Klappe geöffnet wird. Die Bordune sind so konstruiert, dass sie auf mehrere Töne gestimmt werden können, was durch die verwendeten Doppelrohrblätter begünstigt wird. Der große Bordun kann durch Drehen der oberen Sektion auf die Töne c0 und d0 gestimmt werden, wobei für den Ton d0 durch die Drehung der oberen Sektion ein Stimmloch geöffnet wird. Vom Ton c0 ausgehend kann dieser Bordun auch auf den Ton H gestimmt werden. Der kleine Bordun kann durch Drehen der oberen Sektion auf die Töne f0, g0 und a0 gestimmt werden, wobei für die Töne g0 und a0 durch die Drehung der oberen Sektion jeweils ein Stimmloch geöffnet wird. Vom Ton f0 ausgehend kann dieser Bordun auch auf den Ton e0 gestimmt werden. Aus diesen Stimmmöglichkeiten für die Bordune ergeben sich 20 verschiedene Bordunstimmungen, von denen 13 musikalisch brauchbar sind: Beide Bordune werden stumm geschaltet. Der kleine Bordun wird stumm geschaltet, der große Bordun wird auf einen der Töne H, c0 oder d0 gestimmt. Der große Bordun wird stumm geschaltet, der kleine Bordun wird auf einen der Töne e0, f0, g0 oder a0 gestimmt. Werden beide Bordune benutzt, kommen die Stimmungen H+e0, c0+f0, c0+g0, d0+g0 oder d0+a0 zur Anwendung. Die übrigen möglichen Stimmungen mit beiden Bordunen sind in den allermeisten Fällen nicht brauchbar und kommen daher allenfalls für moderne Musik in Betracht.
In diesem Instrument kommen Kunststoffrohrblätter zum Einsatz. Auch auf diesem Instrument lassen sich diverse Quietschtöne und einige absichtlich unsauber klingende Töne erzeugen.

Hümmelchen (mit klappenloser Spielpfeife) sind typische Renaissancesackpfeifen. Sie klingen wesentlich leiser als Sackpfeifen mit konisch gebohrter Spielpfeife. Während die Spielpfeife immer mit einem Doppelrohrblatt ausgestattet ist, können die Bordune sowohl mit Doppelrohrblättern als auch mit Einfachrohrblättern ausgestattet sein. Sind auch die Bordune mit Doppelrohrblättern ausgestattet, bestehen nahezu keine klanglichen Unterschiede zwischen Spielpfeife und Bordunen, wodurch ein sehr homogener Gesamtklang erreicht wird. Der Name Hümmelchen oder auch Hummelchen bedeutet "kleine Hummel" und geht auf eine Klangkomponente dieses Instruments zurück, die an das Flügelschlaggeräusch einer Hummel erinnert. Hümmelchen mit drei oder vier Bordunen werden Dudey genannt. In der heutigen Zeit werden auch Hümmelchen mit nur einem Bordun gebaut, die vor allem als Lerninstrumente konzipiert sind. Neben der Sopranspielpfeife in c-Stimmung werden Sopranino- und Altspielpfeifen in f-Stimmung gebaut.

Sackpfeifen (= Dudelsäcke) sind seit der Antike bekannt. Instrumente ähnlich der auf dieser Seite abgebildeten Schäferpfeife sind in Europa seit dem späteren Mittelalter bekannt. Wie die allermeisten europäischen Musikinstrumente gehen sie auf Vorbilder aus dem Orient zurück, die durch die Mauren in Südspanien sowie durch Kreuzritter, Pilgerfahrer und Händler nach Europa gekommen sind.

Die Spielpfeife kommt in vier Bauweisen vor:

Einige Sackpfeifen mit zylindrischer Spielpfeife haben an derem unteren Ende ein Tierhorn (von Kuh oder Ziege) als Schallbecher, z.B. alle Böcke, Gaide, Zukra. Einige Sackpfeifen besitzen zwei Spielpfeifen. Häufig ist dies bei bordunlosen orientalischen Sackpfeifen anzutreffen, z.B. Zukra, Tulum. Auf diesen Instumenten wird normalerweise einstimmig gespielt. Da die Spielpfeifen im Prinzip wie ein Mijwiz aufgebaut sind, ist auch ein zweistimmiges Spiel möglich. Die europäischen Sackpfeifen mit zwei Spielpfeifen werden normalerweise zweistimmig gespielt. Die Spielpfeife hat meist den Tonumfang einer None, wobei die Möglichkeiten leiterfremde Töne zu spielen von Instrument zu Instrument sehr unterschiedlich sind. Von diatonisch bis vollchromatisch kommen alle Varianten vor. Bei Instrumenten mit zwei Spielpfeifen hat jede Spielpfeife normalerweise nur den Tonumfang einer Sexte. Bei einigen Spielpfeifen wird der Tonumfang durch Überblasen (z.B. Schäferpfeife) oder Einsatz einer Klappenmechanik (z.B. moderne Uilleann Pipe) anstelle der Grifflöcher auf bis zu zwei Oktaven erweitert.
Die Zahl der Bordune liegt zwischen 0 und 6, wobei meist ein bis drei Bordune vorhanden sind. Die Bordune haben normalerweise zylindrische Bohrungen und Einfachrohrblätter. Doppelrohrblätter kommen aber auch vor, z.B. Hümmelchen, Dudey. Bei laut klingenden Sackpfeifen befinden sich an den Enden der Bordune oft Schallbecher. Ist die Spielpfeife mit einem Tierhorn als Schallbecher versehen, so ist dies meist auch bei den Bordunen der Fall.
Die Luft wird entweder mit dem Mund durch ein Anblasrohr ("mundgeblasen") oder mit einem Blasebalg durch einen Schlauch ("balggeblasen") in den Windsack geblasen und durch ein Rückschlagventil am Zurückströmen gehindert. Der konstante Blasdruck für die Pfeifen wird mit dem Arm erzeugt, unter den der Windsack geklemmt wird.
Spielpfeife(n) und Bordun(e) werden normalerweise aus Holz gefertigt. Die Spielpfeifen und Bordune antiker und orientalischer Dudelsäcke können aber auch aus Pflanzenhohlstängeln (meist Bambus) gefertigt sein. In der heutigen Zeit werden auch Spielpfeifen, vor allem für die Great Highland Bagpipe, aus speziellen Kunststoffen gefertigt. Der Windsack wird normalerweise aus Leder gefertigt. Manchmal verbleiben auch die Haare am Fell, z.B. Gaide. In der heutigen Zeit werden Windsäcke auch aus speziellen Synthetikgeweben gefertigt. Gummi als Material für den Windsack mundgeblasener Sackpfeifen ist völlig ungeeignet, da die eingeblasene Feuchtigkeit nicht hinreichend abgeführt werden kann! Erwähnt sei auch noch, dass die auf Mittelaltermärkten häufig anzutreffende Marktsackpfeife im Laufe der Zeit einige "Kosenamen" erhalten hat. "Osthupe" bezieht sich darauf, dass diese Instrumente in der ehemaligen DDR (re?)konstruiert wurden. In diesem Zusammenhang hält sich auch das nicht ganz unbegründete Gerücht, dass diese Instrumente nicht auf eine mittelalterliche Sackpfeife zurück gehen, sondern aus der Great Highland Bagpipe entwickelt wurden. "A-Schwein" bezieht sich auf die Grundtonart der Spielpfeife dorisch a, die vor allem mit der c/f-Stimmung der Renaissanceinstrumente Probleme bereiten kann. "Machosack" bedarf wohl keiner weiteren Erklärung ;-)



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letzte Aktualisierung: 03.11.2007